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5 Gründe, warum dein Roman ein Lektorat braucht

Du hast es endlich geschafft, den letzten Satz zu tippen oder den inneren Schweinehund zu überwinden, der dich seit Wochen vom Schreiben abhält. Jetzt bleibt nur die Frage: Wie geht es weiter mit deinem Roman? Egal wo du dich auf deiner Reise als Autor*in befindest: Lektorat Tintenwald schenkt dir den Mehrwert, der deinem Buch Tür und Tor öffnen kann.

 

Damit du dir vorstellen kannst, wie ein Lektor dir und deiner Geschichte zu dem Erfolg verhilft, den ihr verdient, habe ich dir im Folgenden 5 Gründe mitgebracht, warum du dir ein Lektorat gönnen solltest.

Lektorat lohnt sich das

1. Ein Lektorat schenkt deinem Roman die besten Startchancen

Hand aufs Herz: Ein Buch schreibt man nicht einfach mal so über Nacht, weil einem langweilig ist. Hinter jedem Manuskript steckt viel Arbeit, entweder in Form von stundenlanger Recherche, Wochen, die es gebraucht hat, um die x-te Schreibblockade zu überwinden, und wenn du auch noch eigene Erlebnisse in deinem Werk verarbeitest, ist eine besonders große Menge Herz und Verletzlichkeit hineingeflossen. An all das denkt man als Leser oft gar nicht, aber du als Autor*in weißt es. Du weißt, dass dein Buch schei*viel Arbeit war.

 

Vielleicht hast du dich noch nicht entschieden, welcher Weg der beste für dein Manuskript ist: Den Sprung als Selfpublisher wagen oder doch lieber auf die Suche nach einem passenden Verlag gehen? Fürs Erste ist nur wichtig: Du hast erkannt, dass dein Buch viel zu schade ist, um als Word-Dokument auf deinem Laptop zu vergammeln oder als ausgedrucktes und behelfsmäßig zusammengebasteltes Manuskript in deinem Bücherregal zu verstauben (been there, done that 🤪).

 

Gleichzeitig überkommt dich Unsicherheit: Dort draußen gibt es so viele Autor*innen und noch mehr Bücher. Wer sollte da ausgerechnet deines lesen wollen? In einer Welt, die immer größer und lauter zu werden scheint, ist es tatsächlich ziemlich schwer, gehört zu werden. Aber genau das wünschst du dir für dein Werk: dass es gelesen und geliebt wird und viele Menschen berühren darf. (Und dass du mega stolz darauf sein kannst, ein fuc*ing BUCH geschrieben zu haben.😎)

 

Stell dir dein Manuskript als einen Rohdiamanten mit Ecken und Kanten vor. Man kann schon das Funkeln unterhalb der milchigen Oberfläche erkennen, aber um es endgültig freizulegen, braucht es einen Feinschliff. Ein Lektorat macht genau das mit deinem Manuskript: Es zeigt dir die Stärken und Schwächen auf und hilft dir, es Satz für Satz zum Strahlen zu bringen. Als frisch geschliffener Diamant ist dein Manuskript bestens gerüstet, um hinaus in die weite Welt zu ziehen und sich einem Verlag und zahlreichen Lesern vorzustellen. 😉

2. Durch ein Lektorat erhält dein Roman ein professionelles und ehrliches Feedback (das nicht von Freunden und Familie stammt 😜)

Wir alle kennen das: Die beste Freundin sitzt dir mit strahlenden Augen gegenüber und versichert dir, dass ihr dein Buch wahnsinnig gefallen hat und du "total gut schreiben" kannst. Natürlich lächelst du da und möchtest dich freuen, aber irgendwie bist du noch genauso verunsichert wie vorher. Familie und Freunde sind häufig die erste Anlaufstelle, an die wir uns wenden, wenn wir ein Manuskript geschrieben haben, immerhin stehen sie uns nahe, und wir können uns (meistens) auf ihr Urteil verlassen. Aber gerade weil sie uns so nahe stehen, bekommen wir von ihnen kein objektives Feedback.

 

Du möchtest wissen, ob dein Manuskript eine Chance hat, von einem Verlag angenommen zu werden, oder welche Schritte du als frisch gebackener Selfpublisher gehen solltest? Deine Romanfiguren haben ein Eigenleben entwickelt, oder du wünschst dir Hilfe bei der Ausarbeitung deines Plots? Du hast dir eine fantastische Geschichte ausgedacht, bist aber von deinem Schreibstil nicht 100%-ig begeistert? Kurzum: Du wünschst dir jemanden, der dir dabei hilft, das Beste aus deinem Manuskript herauszuholen (und dir nebenbei noch ein paar Tipps gibt, was du hier und da und in Zukunft besser machen kannst).

 

Freunde und Familie können dein Manuskript meist nur nach ihrem persönlichen Geschmack und ihrer Sympathie zu dir bewerten. Das soll aber nicht heißen, dass ihre Meinung nicht wichtig wäre, im Gegenteil. Oft sind es unsere besten Freunde, Geschwister oder Eltern, die uns überhaupt erst ermutigen und an unser Talent glauben, lange bevor wir es selbst sehen können. Ohne diesen Schubser würden wir uns oftmals gar nicht trauen, unser Manuskript einem Verlag oder Lektor zu schicken, weil wir denken: Wer will das schon lesen? Das hab doch nur ich geschrieben …

 

Ein Lektor hingegen hat einen größeren Abstand zu dir und deinem Manuskript, denn: er kennt dich nicht und geht daher ganz unvoreingenommen an die Sache ran. Außerdem blickt er auf viele Jahre zurück, in denen er nichts als Bücher im Kopf hatte. 😝 Viele Lektoren haben ein abgeschlossenes Studium in Sprachen, Literatur oder Verlagswesen sowie zahlreiche Weiterbildungen absolviert, bevor dein Buch bei ihnen auf dem Schreibtisch landet. Bei einem Lektorat wird dein Text also nicht nur gelesen und danach als gut oder schlecht befunden, sondern in all seinen Aspekten geprüft. Du als Autor*in wirst dadurch mit wertvollen Schreibtipps versorgt, die dir helfen, nicht nur dein aktuelles Manuskript an deine Leser*innen zu bringen, sondern dich auch in Zukunft immer weiter zu verbessern.

 

Lies dazu auch:

Lektorat Roman: Kosten, Zeitpunkt, Pro und Contra

Wie kann ein professionelles Lektorat deinem Roman helfen?

Während der zwei Durchgänge, die das Paket Tinteneule umfasst, gehe ich folgenden Fragen nach:

  • Ist eine erkennbare Struktur vorhanden?
  • Gibt es einen roten Faden?
  • Sind die Figuren authentisch und ihre Handlungen nachvollziehbar?
  • Wie verläuft der Spannungsbogen?
  • Wird die Erzählperspektive eingehalten oder springt sie unkontrolliert zwischen den einzelnen Figuren hin und her?
  • Erleben die Charaktere eine Entwicklung?
  • Wie liest sich der Sprachstil? Angenehm und flüssig, oder stolpert man hier und dort über unglückliche Formulierungen?
  • Gibt es Wortwiederholungen?
  • Wie steht es um Rechtschreibung und Grammatik?

3. Welches Genre hat dein Buch? Lektor:innen sind deine Spezialisten!

Genauso wie es Leseratten gibt, die sich auf Krimis, Fantasy oder historische Liebesromane spezialisiert haben, so gibt es auch Lektoren, denen man auf ihrem jeweiligen Gebiet nichts vormachen kann. Wenn du auf der Suche nach dem richtigen Lektor bist, schadet es nicht, dir zunächst zu überlegen, welchem Genre du dein Manuskript zuordnen würdest, um einen spezialisierten Lektor zu finden.

 

(Falls du nicht sicher bist, zu welchem Genre dein Manuskript gehört, ist das gar kein Problem! Viele Lektoren bieten ein kostenloses Erstgespräch an, bei dem du nach Herzenslust von dir und deinem Manuskript erzählen kannst. Bietet ein Lektor ein Probelektorat an, kannst du alternativ ein Exposé oder eine schlichte Inhaltszusammenfassung per E-Mail schicken – dann findet es der Lektor gern mit dir gemeinsam heraus. 😊)

 

Der Vorteil bei Lektoren mit Spezialisierung ist, dass sie sich ausschließlich mit einem bestimmten Genre befassen und dementsprechend viel Hintergrundwissen und Erfahrung mit jenem Teil der Buchbranche mitbringen. (Außerdem stehen die Chancen gut, dass der Lektor auch privat am liebsten Fantasy/History/Romance/hier Lieblingsgenre einfügen liest. Ihm macht sein Beruf also auch noch Spaß, was eine fröhliche Zusammenarbeit zwischen euch verspricht, denn hey: Eine Gemeinsamkeit habt ihr von vornherein entdeckt! 🤗)

 

In meinem Lektorat habe ich mich z.B. auf Liebesromane und Fantasy Romane spezialisiert, da ich seit vielen Jahren in diesen Unterkategorien schreibe und daher die größte Erfahrung mitbringe. Ich habe auch schon Kurzgeschichten, High Fantasy, Thriller sowie Kinder- und Jugendbücher lektoriert, aber in meinen Spezialgebieten macht mir die Arbeit einfach am meisten Spaß. 😊

lektorat fantasy roman

4. Ein Lektorat hilft dir zurück in den Schreibfluss

Vielleicht hast du vor einer Weile begonnen, dein Manuskript zu schreiben, und stellst nun fest, dass nichts so wird, wie du es dir vorgestellt hast. Du steckst bei einem bestimmten Kapitel fest, oder die Figuren haben ein Eigenleben entwickelt?

 

Glaub mir, jeder Autor – sogar J.K. Rowling (um hier ein Klischee anzubringen ✅) – hat sich schon mal an genau diesem Punkt befunden. Kreativität ist nichts, das man per Knopf ein- und ausknipsen kann. An manchen Tagen spürt man sie so sehr, dass vierundzwanzig Stunden kaum ausreichen, um alles umzusetzen, an anderen starrt man auf eine leere Seite und möchte das Manuskript am liebsten aus dem Fenster pfeffern.

 

Schreibblockaden sind frustrierend, aber vollkommen normal! Sogar während ich hier sitze und diesen Artikel schreibe, hadere ich ständig mit den Sätzen und frage mich, ob es nicht besser wäre, ins Bett zu gehen. Warum? Weil ich Angst habe, mein Blog könnte nicht gut genug sein. Schreibblockaden sind nämlich genau das: Angst, die sich hinter Perfektionismus versteckt.

 

Wenn du nicht länger nur für dich allein in deinem stillen Kämmerlein schreibst, wo dich dein Perfektionismus an den Rand der Verzweiflung treibt, öffnest du dich für neue Perspektiven, denn: zwei Paar Augen sehen mehr als eins, und das gilt nicht nur für Rechtschreibfehler. 😉

 

Vielleicht weißt du an einer bestimmten Stelle nicht, wie du eine Szene oder einen Konflikt lösen sollst, oder du wünschst dir Tipps für einen spannenden Höhepunkt: Stell dir ein Lektorat wie ein Co-Working mit einer guten Freundin vor, die dir die notwendigen Impulse gibt, um aus dem Wörter-Dschungel wieder herauszukommen. Dabei ergeben sich nicht nur viele neue Ideen, die dein Manuskript weiterbringen, sondern zu zweit kehrt auch der Spaß am Schreiben zurück.

5. Ein Lektorat bringt deinem Roman mehr als Betaleser

Bevor du dein Buch veröffentlichst, ist es hilfreich, dir ein Bild von deiner Leserschaft zu machen und auszuprobieren, wie dein Buch ankommt. Hierfür sind Betaleser perfekt geeignet, denn sie geben dir ein objektives Feedback darüber, wie ihnen dein Manuskript allgemein gefallen hat und woran du noch arbeiten könntest. Vielleicht sind deine "Betaleser" auch Freunde und Familie, die dein Manuskript aus Spaß und Interesse lesen und dich überhaupt erst auf den Gedanken bringen, es professionell zu veröffentlichen. In beiden Fällen hast du einen groben Überblick darüber erhalten, wohin die Reise deines Manuskripts gehen könnte.

 

Nichtsdestotrotz kann man die Arbeit eines Betalesers nicht mit der eines professionellen Lektors vergleichen. Während ein Betaleser dein Manuskript "nur" liest, also lediglich einen oberflächlichen Blick darauf wirft, beschäftigt sich ein Lektor über Wochen tagtäglich mit deinem Buch und geht strukturiert an die Optimierung jeden Aspekts heran. 🤓 Inhalt, Struktur sowie Rechtschreibung und Grammatik werden in mehreren Lektoratsdurchgängen separat geprüft. Dazu erhältst du nicht nur Vorschläge innerhalb des Texts, wie du etwas trefflicher ausdrücken oder eleganter formulieren kannst. Dein Lektor kann dir außerdem dabei helfen, Romanfiguren authentischer auszuarbeiten, Szenen, mit denen du noch nicht 100%ig zufrieden bist, zu entwirren und dein Schreibtalent nachhaltig zu verbessern.

 

Während der Betaleser dein Manuskript liest und dir ein Feedback dazu gibt,
geht das Lektorat ins Detail und ermöglicht es dir, aus jedem Satz und jeder Szene das Beste herauszuholen.

 

Wenn du noch ganz am Anfang deiner Schreibkarriere stehst und unsicher bist, ob sich deine Geschichte dazu eignet, mit vielen Lesern geteilt zu werden, oder ob du doch lieber nur für dich allein schreiben möchtest, sind Betaleser der perfekte Start für dich! Auf diese Weise bekommst du kostenlos ein erstes Feedback und kannst danach entscheiden, wie ernst es dir mit einer Veröffentlichung ist. Sobald du dich aber für eine Veröffentlichung entscheidest (ob im Selfpublishing oder bei einem Verlag), hast du mit einem Lektorat die besten Chancen auf einen größtmöglichen Bucherfolg.

Fazit: Warum dein Roman ein Lektorat braucht

Wenn man so viel Arbeit in sein Werk gesteckt hat, lohnt es sich in jedem Fall, einen Profi ins Boot zu holen. Der größte Vorteil, den du durch ein Lektorat erhältst, ist, dass du nicht nur dein Manuskript weiterentwickelst, sondern auch dich selbst als Autor*in. Dementsprechend investierst du nicht nur in dein jetziges Schreibprojekt, sondern gewinnst während der Zusammenarbeit wertvolle Eindrücke darüber, wie du deinen Erzähl- und Schreibstil in Zukunft noch besser gestalten kannst.

Lohnt sich ein Lektorat

 

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