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5 Fehler, die du bei der Veröffentlichung deines Romans vermeiden solltest

Du stehst kurz davor, deinen Roman zu veröffentlichen, hast aber keinen Plan, was es da alles zu beachten gibt? Oder du bist noch am Schreiben, möchtest aber lieber schon mal vorab wissen, was du alles nicht falsch machen solltest - und wie es richtig geht? 😄 Dann herzlich willkommen in meinem neuen Blogartikel, in dem ich dir zeige, wie du erfolgreich durch die Veröffentlichung kommst und all die Fehler vermeidest, die ich als Autorin einer Trilogie damals gemacht habe. 😆 Legen wir los!

Fehler bei der Romanveröffentlichung

Fehler 1: Du hast dich nicht ausreichend über die Vor- und Nachteile verschiedener Veröffentlichungswege informiert

Wenn du dir vorstellst, dein Buch könnte bald bei einem Verlag veröffentlicht werden, kommen dir womöglich folgende Gedanken bekannt vor:

 

"O mein Gott, ich werde die nächste J.K. Rowling!" 😍

 

"Meinen Roman bei einem Verlag zu veröffentlichen, lässt mich als Autor*in gleich viel seriöser wirken."

 

"Gott sei Dank, der Verlag macht bestimmt Werbung für mein Buch. (Dann muss ich mich nicht damit rumschlagen – hab doch keine Ahnung von so was.)"

 

"Nur wenn mein Buch bei einem Verlag erscheint, bin ich eine wirklich gute Autorin/ein wirklich guter Autor. Dass mich ein Verlag veröffentlicht, muss bedeuten, dass ich talentiert bin."

 

 

Und weil es so unterhaltsam ist, hier noch, was man häufig über Selfpublishing denkt:

 

"Um Gottes Willen, das ist ein Haufen Arbeit! Da gehe ich lieber zu einem Verlag."

 

"Ich habe keine Ahnung davon, wie man Werbung für ein Buch macht. Das ist doch ein Fass ohne Boden …"

 

"Bücher von Selfpublishern sind immer schlechter als Verlagspublikationen. Die strotzen nur so vor Rechtschreibfehlern, und die Cover sehen aus, als hätten die Autor*innen sie selbst gebastelt."

 

"Selfpublisher zu sein, ist eine brotlose Kunst. Da verkauft man doch nichts." 😒

 

Hast du dich bei dem ein oder anderen Satz ertappt gefühlt? Dann herzlich willkommen im Boot, ganz genauso habe ich gedacht, bevor mein erstes Buch erschien! In meinem Fall ist das sogar besonders peinlich, denn ich habe Buchwissenschaft studiert und sollte es besser wissen. 😅 Obwohl Selfpublishing heutzutage absolut salonfähig ist und es viele sehr gute Romane von Indie Autor*innen gibt, glauben wir oft immer noch, dass es die bessere Wahl wäre, unser Buch bei einem Verlag zu veröffentlichen, frei nach dem Motto: Das war schon immer so, das kann nur gut sein. 👴

 

Wenn du dich als Autor*in allerdings nur auf das verlässt, was du irgendwo mal gehört hast, kann es passieren, dass du dich nach der Veröffentlichung ganz schön ärgerst. So ging es zumindest mir, nachdem ich mein erstes Buch bei einem Verlag unterbrachte. (An dieser Stelle sei gesagt, dass der Verlag überhaupt nichts dafür kann, dass ich hinterher ziemlich enttäuscht war. Ich hatte nur eben vollkommen verquere Erwartungen, was während und nach der Veröffentlichung passieren würde.)

 

  • Nein, nur weil man bei einem Verlag veröffentlicht, wird man nicht automatisch bekannt. Es kann sogar gut sein, dass du trotzdem nur zehn Exemplare deines Buches verkaufst.

  • Nein, Verlage übernehmen das Marketing nicht für dich bzw. kaum. Ganz besonders kleinere und junge Verlage können es sich finanziell gar nicht leisten, große Werbekampagnen für unbekannte Autor*innen zu planen. (Merkste selber, oder, Jana aus der Vergangenheit?! 😗) Du musst allein dafür sorgen, dass dein Buch bekannt wird.

  • Nein, dass du bei einem Verlag unter Vertrag kommst, macht dich nicht zum begnadeten Schriftsteller. Tatsächlich finde ich heute noch Fehlerchen in meinen Büchern, über die ich mich dann ärgere. Aber hey: Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen, und wenn man sich nicht traut, nach den ersten Büchern weiterzumachen, bleibt man für immer auf dem gleichen Level.

  • Nein, du profitierst nicht zwangsläufig von der Reichweite des Verlags und verdienst deswegen mehr Geld, im Gegenteil. Während du bei Verlagen nur 7–10 % des Gewinns (Nettopreis) erhältst, sind es beim Selfpublishing bis zu 70 %! (Bedenke, dass du bei beidem das Marketing selbst übernehmen musst.)

Was du jetzt tun kannst:

  1.  Lies meinen Blogartikel zum Thema Verlag vs. Selfpublishing. Das ist ein guter Startpunkt, um sich mit den Vor- und Nachteilen beider Wege auseinanderzusetzen. ✍️

  2. Recherchiere ggf. darüber hinaus und beantworte dir folgende Fragen:

    • Wann möchte ich veröffentlichen? Möglichst bald oder irgendwann? Habe ich genügend Geduld, um auch nach dreißig Absagen nicht den Mut zu verlieren?

    • Ist es mir wichtig, wo das Buch erhältlich ist? Bei einem Verlag hast du darüber nämlich keine Kontrolle.

    • Wie viel Geld möchte ich in Lektorat, Satz, Covergestaltung und Marketing investieren? Falls die Antwort »Keines« lautet, lohnt sich definitiv eine Verlagsveröffentlichung! (Achte dabei darauf, dass dein Manuskript und Anschreiben frei von Rechtschreibfehlern sind, das erhöht deine Chancen ungemein. 🤗)

    • Welcher Selfpublishing-Anbieter bietet die besten Konditionen hinsichtlich Kosten, Buchhandelsvertrieb, Umsatzbeteiligung, kostenloser Änderungen am Buch, Vertrag etc. (Zu diesem Thema werde ich in Zukunft noch einen Blogartikel schreiben, den verlinke ich dir dann hier).

    • Kannst du ein überzeugendes Exposé schreiben bzw. diese Aufgabe an einen professionellen Dienstleister auslagern?

    • Falls du im Selfpublishing veröffentlichen willst: Möchtest du in Vorleistung gehen und bereits eine bestimmte Stückzahl drucken lassen, oder gehst du auf Nummer sicher (empfehlenswert) und schaust dir einen Print on Demand-Anbieter genauer an?

    • Wie stark hängst du an deinem Buchtitel? Bist du offen dafür, Passagen zu verändern, zu kürzen oder ganz wegzulassen?

    • Wie beziehungsfähig bist du? Richtig gelesen! 😄 Damit meine ich: Bist du bereit, dich dauerhaft an einen Verlag zu binden? Als Selfpublisher hast du die Möglichkeit, dich später umzuentscheiden und doch noch bei einem Verlag zu publizieren. Andersherum ist das (zumindest mit dem Titel, der unter Vertrag steht) nicht möglich.

Fehler 2: Lektorat? Satz? Cover? Dafür willst du nicht unnötig Geld ausgeben

Stell dir vor, du bist Selfpublisher, hast soeben dein allererstes Manuskript geschrieben und überlegst nun, wie es weitergehen soll. Bevor man sein erstes Buch veröffentlicht, hat man verständlicherweise noch keine Ahnung, was auf einen zukommt. Wird mein Buch den Leser*innen gefallen? Wird es gute Rezensionen erhalten? Wird es überhaupt jemand kaufen? 😱

 

Und genau da sind wir bei der allesentscheidenden Frage. Die traurige Wahrheit: Wenn du in der Buchbranche noch völlig unbekannt bist, ist es unwahrscheinlich, dass gleich dein Erstlingswerk ein Kassenschlager wird. Dementsprechend möchtest du keinen Haufen Geld in Lektorat, Satz und Cover stecken. Logisch, denn: Es lohnt sich nicht, 6.000 Euro in ein Buch zu investieren, von dem sich am Schluss nur 25 Exemplare à 14 Euro verkaufen. In diesem Fall wäre das Schreiben (und Veröffentlichen) lediglich ein sehr, sehr teures Hobby für dich.

 

Also beschließt du, das Ganze selbst in die Hand zu nehmen. Gegen Rechtschreibfehler hast du Words Rechtschreibprüfung, und wo du schon mal dabei bist, kannst du gleich ein bisschen mit den Absätzen spielen, sodass der Text aussieht wie bei einem „richtigen“ Buch aus der Buchhandlung. Fürs Cover schaust du dich bei Shutterstock und Istockphoto um und setzt deinen Namen und den Titel deines Romans aufs Bild – fertig.

 

… Du merkst schon, ich werde gerade ein bisschen sarkastisch. Es ist nichts verkehrt daran, sich vor der ersten Veröffentlichung gut zu überlegen, wie viel Geld man in sein Projekt stecken will, denn man kann nun mal nicht voraussehen, ob es sich am Ende auszahlt. Ist ein Buch jedoch schlampig produziert – und da kann deine Geschichte noch so gut sein – wird es sich nicht verkaufen, da alles daran „laienhaft“ und „unprofessionell“ schreit.

 

Ein guter Roman ist wie ein Zaubertrank (für die Harry Potter Fans unter euch 😉), er besteht aus lauter wichtigen Zutaten. Aber wehe, du lässt eine Zutat weg oder gibst sie zu spät hinzu. Dann ist der ganze Zaubertrank im Ar***. Dein Talent ist das Schreiben, also steuerst du ein spannendes Manuskript bei. Das Talent von Lektor*innen besteht darin, dein Manuskript in seiner inhaltlichen und sprachlichen Qualität zu optimieren. Setzer*innen sorgen dafür, dass deine Leser*innen ein typographisch einwandfreies Buch in der Hand halten, dessen Handlung sie leicht folgen können. Und die Coverdesigner*innen hüllen das Ganze in einen wunderschönen Mantel, den du für dein Marketing wieder und wieder verwenden kannst – das Aushängeschild deines Buches.


Der Umschlag ist höchstwahrscheinlich das Allererste, was deine Leser*innen von deinem Buch kennenlernen werden. Der Spruch „Never judge a book by its cover“ ist in der Buchbranche deshalb dauerhaft ausgesetzt. Hier geht es die ganze Zeit darum, welchen Eindruck dein Roman macht, noch bevor man mit dem Lesen angefangen hat. Ist das Cover optisch ansprechend? Würde ich mir das Buch gern ins Bücherregal stellen wollen? Wie liest sich der Klappentext? Spannend und mitreißend? Vermittelt er die Einzigartigkeit der Geschichte, oder klingt er wie der 546. Herr-der-Ringe-Abklatsch?

 

Natürlich könntest du auf all das verzichten und dein Buch trotzdem veröffentlichen. Aber du würdest es auch sämtlicher Erfolgsmöglichkeiten berauben, denn kein Leser möchte sich mit einem zusammengeschusterten Roman herumquälen.

 

Was du jetzt tun kannst:

Vielleicht denkst du gerade: Das verstehe ich ja alles, aber mein Geldbeutel gibt zurzeit trotzdem kein Lektorat her! Muss ich deshalb meinen Traum von einem erfolgreichen Roman begraben? 😕

 

Nein, zum Glück nicht! Bevor du dich nach einem Lektorat umschaust, kannst du dich tatsächlich einmal selbst daran versuchen und dein Manuskript so weit auf ein professionelles Lektorat vorbereiten, dass es dich später deutlich weniger kosten wird. Damit du weißt, wie das funktioniert und wo du am besten anfangen solltest, habe ich dir meinen Leitfaden für 0 Euro zusammengestellt, anhand dessen ich dir Schritt für Schritt erkläre, wie du dein Manuskript ganz einfach selbst lektorieren kannst.

Lade dir das PDF am besten gleich kostenlos herunter & leg los:

 

Roman selbst lektorieren
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Leitfaden für 0 Euro
Wie du deinen Roman selbst lektorierst.
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Fehler 3: Du bist nicht so der Marketing-Typ

Du denkst: Wenn mein Buch gut ist, wird es sich auch von allein verkaufen. Wozu sollte ich da meine Zeit und mein Geld mit Marketing verschwenden?

 

Auch hier verstehe ich dich vollkommen! Du bist Autor*in und keine Werbeagentur. Allein die Vorstellung, anderen Leuten deinen Roman „anzudrehen“, ständig irgendwas auf Social Media zu posten und eine Community zu bespaßen, die (noch) nicht existiert, ist ermüdend. 😪 Außerdem kommst du dir so unehrlich dabei vor, einen Roman anzupreisen, den erst fünf Leute gelesen haben.

 

Früher haben Autor*innen überhaupt keine Werbung für sich gemacht und sind trotzdem bekannt geworden, denkst du jetzt vielleicht. Und damit hast du absolut recht. Aber Früher gibt’s nicht mehr. Waren noch vor 100 Jahren Verlage die „Türsteher“, die darüber entschieden haben, ob ein Buch erscheint oder nicht, kann heute absolut jeder Bücher publizieren. Das ist einerseits ein riesiger Vorteil, andererseits vergrößert es deine Konkurrenz enorm.

 

Falls du also dein Buch nicht nur zum Spaß veröffentlichen willst, sondern dich auch über ein paar Einnahmen freuen würdest, bleibt dir gar nichts anderes übrig, als dich zu fragen: Wie mache ich meinen Roman sichtbar?

 

Tust du das nicht, geht es dir wahrscheinlich irgendwann wie mir: Ich habe innerhalb von fünf Jahren eine Trilogie geschrieben und bei einem Verlag veröffentlicht, in der Hoffnung, dass entweder a) die Bücher so toll sind, dass sie sich von selbst verkaufen, oder b) der Verlag mir beim Marketing unter die Arme greifen würde. Nichts davon ist eingetreten, und bisher kann ich nur eine traurige Anzahl verkaufter Exemplare verzeichnen. Nicht, weil meine Romane so grottenschlecht sind (meine Leser*innen und ich sind uns einig, ihnen solide 4 von 5 Sternen zu geben 😄 ), sondern weil ich dachte, Marketing brauche ich nicht.

Was du jetzt tun kannst:

Ja, ich gebe zu, um Marketing gewinnbringend zu betreiben, sollte man bereit sein, neben Zeit auch ein wenig Geld zu investieren, denn: Je mehr du (sinnvoll) reinsteckst, umso mehr kriegst du am Ende raus. Hast du gerade absolut kein Geld für das Marketing deines Romans übrig, kannst du ja zunächst mit den kostenlosen Möglichkeiten beginnen:

Kostenlos bis günstig:

  • lege dir eine Autorenwebsite zu (günstig)
  • erstelle einen Account bei Instagram und poste dort regelmäßig (kostenlos)
  • frag in deiner örtlichen Stadtbibliothek an, ob du eine Lesung halten darfst (kostenlos)
  • organisiere eine Lesung auf einer Buchmesse (kostenlos) à eher möglich, wenn du bei einem Verlag veröffentlichst
  • knüpfe Kontakt zu Bloggern auf Instagram, die über dein Genre bloggen, und bitte um eine Rezension deines Romans (kostenlos)
  • knüpfe Kontakt zu einem Buchpodcast und erkundige dich, ob du in einer Episode dein Buch vorstellen darfst (kostenlos)
  • starte eine Leserunde auf Lovelybooks (günstig)
  • veranstalte ein Gewinnspiel (günstig)
  • schreibe einen Newsletter (günstig)

Mittelpreisig bis open end:

  • 100 Bücher für 100 Rezis: Veranstalte eine große Leseaktion, bei der du 100 Interessenten dein Buch (z.B. als E-Book) schenkst und sie dir im Gegenzug eine (ehrliche) Rezension bei amazon schreiben
  • schalte Ads bei Instagram/Facebook
  • schalte Ads bei amazon

 

Achtung: Bei Ads ist es wichtig, dass du deine Zielgruppe genau benennen kannst und nicht wild drauflos Werbung schaltest. Möchtest du mehr zu diesem Thema wissen, empfehle ich dir wärmstens Anna-Lena Ecksteins Blog & Podcast. Anders als ich ist sie Expertin auf dem Gebiet Werbeanzeigen. 💪🏼😃

 

Roman erfolgreich veröffentlichen

Fehler 4: Du kennst deine Zielgruppe nicht

Es ist nichts verkehrt daran, auf Trends zu pfeifen und das zu schreiben, was dir Spaß macht. Dazu würde ich jedem raten, denn Leser*innen merken sehr schnell, ob ein Roman aus Leidenschaft entstand, oder um möglichst schnell Geld einzubringen. 😉

 

Möchtest du dein Buch erfolgreich an die Leserschaft bringen, musst du dir trotzdem überlegen: Wer würde meine Geschichte gern lesen? Zu wem passt sie wie die Faust aufs Auge, und: Wo finde ich diese Menschen?

 

Zu wissen, wer deine Käufer*innen sind, ist das A und O der guten Werbung. Andernfalls schreist du ständig in die Welt hinaus, dass du ein Buch geschrieben hast – aber keiner hört dich. Dein Buch zu veröffentlichen und einfach mal so in der Weltgeschichte stehen zu lassen bzw. auf gut Glück Werbung dafür zu schalten, ohne dir Gedanken darüber gemacht zu haben, wer deine Rezipient*innen sind, ist also einer der größten Fehler, die du bei der Veröffentlichung deines Romans machen kannst. Damit verschenkst du nicht nur den Erfolg, den er bei den richtigen Leser*innen haben könnte, sondern du vergeudest Zeit, Geld und jede Menge Nerven.😵

Was du jetzt tun kannst:

Schnapp dir ein Blatt Papier und Stift und lerne deine Traumleser*innen kennen:

 

  • Meine Traumleser*innen haben dieses Geschlecht:
  • Meine Traumleser*innen haben dieses Alter:
  • Meine Traumleser*innen lesen am liebsten dieses Genre:
  • Meine Traumleser*innen kaufen ihre Bücher hier:
  • Im Bücherregal meiner Traumleser*innen stehen folgende Bücher:
  • Meine Traumleser*innen fühlen sich am meisten von Aspekt xy meiner Geschichte angesprochen.
  • Meine Traumleser*innen haben diese Sorgen/Probleme/Ängste/Zweifel, bei denen ihnen mein Roman helfen kann:
  • Meine Traumleser*innen haben diese Herzenswünsche:
  • Wofür interessieren sich deine Traumleser*innen in ihrer Freizeit? Welche Hobbys haben sie (außer Lesen)?
  • In welchem sozialen Umfeld leben deine Traumleser*innen? Sind sie verheiratet oder single? Wohnen sie allein oder mit anderen zusammen?
  • Welche charakterlichen Eigenheiten haben sie?
  • Wenn deine Traumleser*innen online sind, auf welchen Websites und Social Media Plattformen halten sie sich am liebsten auf?
  • Welche YouTube Kanäle haben sie abonniert?
  • Welche Blogs lesen sie?
  • Welche Instagram Accounts haben sie abonniert? Welche Hashtags benutzen sie?
  • Woran denken oder glauben sie, nachdem sie mein Buch gelesen haben?
  • So finden meine Traumleser*innen mein Buch:

 

Fehler 5: Du besitzt keine Autorenwebsite

 

Möchtest du deinen Roman erfolgreich veröffentlichen, verfolgst du sicher die Absicht, eine Community aufzubauen. Treue Leser*innen, die von einem deiner Bücher so begeistert waren, dass sie auch das nächste kaufen möchten. Neben Social Media ist die Pflege deiner eigenen Website die einfachste Möglichkeit der Eigenwerbung, die du ganz unabhängig davon, ob du als Selfpublisher oder Verlagsautor*in tätig bist, nutzen kannst (und solltest).

 

 

 

Vielleicht hast du gerade erst mit dem Schreiben begonnen oder deinen allerersten Roman veröffentlicht. Braucht es da schon eine ganze Website? 🤔 Die Antwort lautet ganz klar: Ja!

 

 

 

Nämlich für jene Leser*innen, die dein Buch bereits erreicht hat, und jene, die sich aktuell überlegen, es zu kaufen. Sie wollen mehr zu dir erfahren, möchten mit dir in Kontakt treten und wissen, wann du das nächste Buch herausbringst. Deine Website bietet ihnen eine Plattform, auf der sie all die nötigen Informationen gebündelt finden, quasi: The best of your world. 😍

 

 

 

Eine Autorenwebsite ist also ein entscheidendes Tool, nicht um Leute auf dich aufmerksam zu machen, die noch nie von dir und deinen Büchern gehört haben, sondern um denen mehr Infos zu bieten, die bereits neugierig geworden sind. Außerdem zeigst du der Welt, dass du deine Karriere als Autor*in ernst nimmst. Leser*innen kaufen am liebsten Bücher von Menschen, die man kennt bzw. kennenlernen kann. Geistert nur hier und da das Cover deines Romans durchs Netz, kann auch niemand einen Bezug zu dir aufbauen und sich für etwaige Fortsetzungen/Folgetitel interessieren, denn: Dich kennt ja niemand.

 

 

 

Der Gedanke, dir eine Homepage basteln zu müssen, erschlägt dich wahrscheinlich. Um Gottes willen, wann soll ich das denn machen? Sehe ich aus, als hätte ich ein IT-Diplom? Aber keine Sorge, ganz so schlimm sind die Voraussetzungen nicht. 😉

 

Was du jetzt tun kannst:

 

Eine Autorenwebsite ist ganz schnell erstellt, du benötigst dafür weder einen Haufen Geld, noch einen Webdesigner. Besonders am Anfang deiner Karriere, wenn du noch nicht absehen kannst, welche Reichweite du als Autor*in erzielst, würde ich dir raten, deine Homepage selbst zu erstellen, das ist die kostengünstigste Variante. Baukastensysteme wie Jimdo, Wix, Strato oder 1&1 IONOS helfen dir dabei. (Nimm dir am besten ein Wochenende Zeit, um dich mit den Funktionen deines ausgewählten Baukastens auseinanderzusetzen, manchmal muss man nämlich ein bisschen rumprobieren. Aber: Du musst kein Computergenie sein, um das zu schaffen! Sogar ich hab’s hingekriegt, und das will was heißen.😜) Die Kosten liegen hierbei bei ca. 10 Euro pro Monat.

 

 

 

Was gehört auf eine Autorenwebsite:

 

  • deine bereits erschienen Bücher (Cover, Klappentext, bestellbar bei …, Formate – z.B. Taschenbuch und E-Book –, Erscheinungsdatum, Leserstimmen …
  • Neuerscheinungen bzw. Vorschau auf Projekte, an denen du aktuell schreibst
  • Autorenbiografie mit Foto von dir
  • Kontaktseite mit Formular
  • Verlinkungen zu deinen Social Media Accounts
  • Impressum, Datenschutz & Cookie-Einstellungen
  • Verlinkungen zu allen Plattformen, wo man deine Bücher erwerben kann

 

 

 

Und mein letzter, nicht minder wichtiger Tipp: Überlege dir, was Erfolg für dich bedeutet. Womöglich hast du deinen Roman aus einem ganz bestimmten Grund geschrieben und gar kein Interesse daran, ihn an viele Leser*innen zu verkaufen. Vielleicht hast du ihn allein für dich geschrieben, für eine Freundin, für deine Kinder. In diesem Fall bedeuten 5.000 verkaufte Exemplare keinen Erfolg, sondern sind höchstens das Tüpfelchen auf dem i. 😌

 

 

 

 

Teile diesen Artikel, wenn er dir gefallen hat, und schreib mir in die Kommentare, was Erfolg für dich bedeutet. An welchen Punkten musst du noch feilen, um deiner Karriere als Autor*in auf die Sprünge zu helfen? 🤔

 

 

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